Zip Hoodie kaufen: Reissverschluss, Stoff und Passform
Kurz beantwortet
- Name: Zip Hoodie, Sweatjacke und Hoodie mit Reissverschluss sind Namen für eng verwandte Jacken aus Sweatstoff. Als Kapuzenjacke gilt laut Duden jede Jacke mit Kapuze. Für den Kauf zählen Reissverschluss, Stoff und Masse.
- Reissverschluss: Achte auf einen teilbaren Reissverschluss vom Saum bis zum Kragen. Ob Metall, gespritzter Kunststoff oder Spirale: Einen unabhängigen Beleg dafür, welcher Typ länger hält, haben wir nicht gefunden.
- Innenseite: In einer Studie war angerauter Fleece bei gleichem geplantem Gewicht meist dicker und isolierte über alle Proben besser. Unangeraute Schlaufenware liess mehr Luft und Wasserdampf durch.
- Gewicht: Die Grammzahl sagt, wie viel Stoff in einem Quadratmeter steckt. Wie warm er ist, sagt sie allein nicht.
- Passform: Kauf nach Zentimetern und vergleiche Breite, Länge und Ärmel mit einer Jacke, die dir passt. Beim Daily Heavy bringt eine Grösse mehr flach gemessen 2 cm Breite und 2 bis 3 cm Länge.
Der Zip Hoodie ist zu, der Schieber sitzt oben am Kragen, und unten öffnet sich der Reissverschluss trotzdem wieder, Zahn um Zahn. Oder die Innenseite ist nach einem Winter verfilzt, und nach dem Waschen reicht die Jacke nicht mehr über den Hosenbund. Vielem davon kannst du schon beim Kauf vorbeugen, egal ob das Teil im Shop Zip Hoodie oder Sweatjacke heisst.
Zip Hoodie, Sweatjacke oder Kapuzenjacke
Der Duden beschreibt einen Hoodie als "Sweatshirt, Jacke oder Pullover mit Kapuze", eine Kapuzenjacke schlicht als "Jacke mit einer Kapuze". Das Wort Sweatjacke steht weder im Duden noch im DWDS. Im Alltag ist damit meist eine Jacke aus Sweatstoff gemeint, mit oder ohne Kapuze.
Für den Kauf ist der Name zweitrangig. Es zählen der Reissverschluss, die Innenseite des Stoffs und die Masse.

Der Reissverschluss: worauf du beim Zip Hoodie zuerst achtest
Metall, Kunststoff oder Spirale
Der Hersteller YKK unterscheidet drei Grundtypen: die Spirale aus Polyester oder Nylon, Metallzähne und Zähne aus gespritztem Kunststoff. Welcher Typ an einer Jacke länger hält, haben wir in keiner unabhängigen Studie gefunden. Die Vergleiche, die wir dazu gefunden haben, stammen meist von Herstellern und Händlern oder prüfen neue Reissverschlüsse im Labor, ohne Abnutzung im Gebrauch.
Die europäische Norm EN 16732, Ausgabe 2025, legt für Reissverschlüsse Prüfungen und Leistungsstufen fest, unter anderem für den Querzug am geschlossenen Reissverschluss, die End- und Steckteile, die Arretierung des Schiebers und die Masshaltigkeit beim Waschen. Die Mindestwerte für die Festigkeit hängen von der Klasse des Reissverschlusses ab, von ultraleicht bis schwer. Geschlossen muss er seitlich je nach Klasse mindestens 150 bis 470 Newton aushalten. In der Prüfwäsche darf er dagegen in jeder Klasse höchstens 4 Prozent kürzer werden. Im Laden kannst du selbst prüfen, ob der Schieber ohne Ruck hoch und runter läuft und ob das Steckteil unten sauber einhakt.
Unser Daily Heavy Zip-Up hat einen teilbaren YKK Metall-Reissverschluss vom Saum bis zum Kragen, mit Zähnen in Altmessing und einem offenen Ring als Zipper.
Warum er unten wieder aufgeht
Der Schieber hat innen einen Y-förmigen Kanal. Ziehst du ihn hoch, drückt er die Glieder der beiden Seiten ineinander. YKK nennt Abrieb als einen Grund, warum ein Reissverschluss aufspringt, und bietet einen Spiral-Reissverschluss an, bei dem sich der Schieber in diesem Fall ersetzen lässt. Geht deine Jacke unten auf, ist also nicht zwingend die ganze Zahnreihe hinüber.
Waschen mit Reissverschluss
GINETEX, die Organisation hinter den Pflegesymbolen, rät vor der Wäsche: Taschen leeren, Knöpfe und Reissverschlüsse schliessen, Kleidung auf links drehen. YKK warnt in Hinweisen für Hersteller, dass sich ein offener Schieber bei der Wäsche in der Trommel verhaken und brechen kann und dass wiederholtes heisses Trocknen in offenem Zustand den Reissverschluss verbiegt. Mehr dazu steht in unserer Waschanleitung für Hoodies.
Innen angeraut oder Schlaufen

Fleece lässt sich aus Schlaufenware herstellen, indem man die Schlaufen anraut. So haben Kazmi und Kollegen (Tekstilec, 2023) ihre Proben hergestellt: Frotteeware aus Baumwolle und Baumwoll-Polyester-Mischungen mit 220 bis 260 g/m², ein Teil davon angeraut. Bei gleichem geplantem Flächengewicht war die angeraute Ware in 8 von 9 Fällen dicker, bei reiner Baumwolle mit 260 g/m² zum Beispiel 1.01 statt 0.86 mm. Über alle Proben isolierte Fleece besser. Laut den Autoren liegt das daran, dass die angeraute Oberfläche den Stoff dicker macht und mehr Luft einschliesst. Zugleich liess Fleece weniger Luft und Wasserdampf durch.
Beide Varianten gibt es auch bei uns. Der Daily Heavy Zip-Up hat 500 g/m², ist innen angeraut und laut Produktseite für etwa 0 bis 18 Grad gedacht. Der Altstadt Hoodie ist French Terry mit 400 g/m² und offenen Schlaufen innen, für milde Tage von etwa 5 bis 20 Grad. Auf seiner Seite steht auch, dass er ohne Fleece weniger wärmt als ein angerauter Hoodie mit gleichem Stoffgewicht.
Baumwolle oder Mischung
Baumwolle nimmt Feuchtigkeit auf: bei 65 Prozent Luftfeuchte rund 5 Prozent ihres Gewichts, Polyester nur 0.5 Prozent (Martí und Kollegen, Polymers, 2021, gemessen an gewebten Proben). Der Daily Heavy besteht aus 60 Prozent Baumwolle und 40 Prozent Polyester, der Altstadt Hoodie aus 100 Prozent gekämmter Baumwolle.
Beim Pilling, den Knötchen auf der Oberfläche, ist die Studienlage weniger klar. Kaikobad und Kollegen (2023) prüften angerauten Fleece aus 78 Prozent Baumwolle und 22 Prozent Polyester auf der Innenseite. Auf der Skala heisst 5 kein Pilling, und der Fleece kam nach 500 Scheuertouren auf Note 3 bis 4, nach 2000 auf 2 bis 3.
Hossain und Kollegen (2021) zeigten an Fleece aus Polyester und Baumwolle, wie viel die Verarbeitung ausmacht: unbehandelt Note 1, gesengt und thermofixiert Note 4. Candan und Önal fanden 2002 bei Fleece aus reiner Baumwolle, dessen Garn im Open-End-Verfahren gesponnen war, mehr Pilling als bei Varianten mit Garn aus halb Polyester, halb Baumwolle. Die Einleitung von Hossain und Kollegen verweist dagegen auf Literatur, nach der es mehr Pilling gibt, sobald Polyester im Stoff steckt.
Pilling hängt also stark von Garn, Strickart und Ausrüstung ab, nicht nur von der Faser. Was gegen Knötchen hilft, steht in unserem Guide Fusseln bei Hoodies vermeiden.
Das Gewicht: 500 g/m², Wärme und Trockenzeit
Die Norm ASTM D3776 regelt, wie man das Flächengewicht misst. Gewichtsklassen legt sie nicht fest. Bei uns beginnt Heavyweight bei 400 GSM. Das ist unsere eigene Grenze, keine Norm. Was GSM als Einheit bedeutet, erklärt unser Guide zu GSM bei Kleidung.
Wie warm ein Stoff ist, hängt auch davon ab, ob er angeraut ist: Bei Kazmi und Kollegen war angerauter Stoff bei gleichem geplantem Gewicht meist dicker. Schwerer Stoff hat zudem einen Nachteil. Vasile und Kollegen (2025) fanden an 18 Strickstoffen einen moderaten Zusammenhang: Schwerere und dickere Stoffe trockneten im Tropfentest tendenziell langsamer.
Die Passform: Boxy heisst nichts ohne Zentimeter

Eine einheitliche Definition für Boxy, Regular oder Oversized haben wir nicht gefunden. Unseren Daily Heavy beschreiben wir auf der Produktseite als "Boxy Fit, kurz und weit".
In der Grössentabelle hat Grösse M 134 cm Brustumfang. Flach auf dem Tisch ist die Jacke also 67 cm breit, bei 68 cm Länge. So sieht "kurz und weit" in Zahlen aus.
Leg darum eine Jacke, die dir passt, flach hin und miss nach. Verdopple die Breite für den Vergleich mit dem Brustumfang. Vergleiche Breite, Länge und Ärmel, denn eine Grösse mehr bringt von allem etwas: Beim Daily Heavy wächst der Brustumfang pro Grösse um 4 cm, flach gemessen also die Breite um 2 cm, die Länge um 2 bis 3 cm und der Ärmel um 1.5 cm.
Einlaufen einplanen
Baumwollstrick läuft ein, vor allem im Tumbler. Anand und Kollegen (AUTEX Research Journal, 2002) wuschen fünfmal Single Jersey aus reiner Baumwolle, keinen Sweatstoff. Mit Tumbler war der Jersey danach 4.8 bis 6.4 Prozent kürzer, auf der Leine getrocknet sogar etwas länger, weil das Eigengewicht den Stoff nach unten zieht. In der Breite lief er dagegen bei jeder Trocknung ein, um 8.3 bis 10.4 Prozent. In einem zweiten Versuch mit drei Baumwollstoffen ging gut ein Drittel aller gemessenen Veränderungen auf die Bewegung im Tumbler zurück (34 Prozent), knapp ein Viertel auf das Schleudern (24 Prozent).
Bei Fleece aus Baumwolle und Polyester fielen die Werte in zwei Studien kleiner aus, allerdings nach anderen Waschverfahren gemessen. Kaikobad und Kollegen (2023) kamen nach zwei Wäschen mit Tumbler meist auf Werte innerhalb von 3 Prozent. Bei Hossain und Kollegen (2021) lag das Einlaufen im Mittel bei 3 Prozent. Der Daily Heavy wird nach dem Nähen gewaschen. Auf der Produktseite steht dazu "wenig Einlaufen". Seine Pflegeangabe sagt 30 Grad, Schonwaschgang und nicht in den Trockner.
Worauf wir beim nächsten Zip Hoodie achten würden
Für uns zählt zuerst ein teilbarer Reissverschluss vom Saum bis zum Kragen, der im Laden ohne Ruck läuft. Innen angeraut, wenn die Jacke an kalten Tagen wärmen soll, French Terry für milde Tage und drinnen. Die Masse in Zentimetern statt Wörtern wie Boxy oder Oversized. Gewaschen wird mit geschlossenem Reissverschluss und auf links, getrocknet an der Luft, am besten flach liegend.
Die Grammzahl allein würden wir nicht entscheiden lassen.
Passend zu deinem Zip Hoodie
Für kühle Tage ist unser Daily Heavy Zip-Up gemacht: 500 g/m², innen angeraut, mit Metall-Reissverschluss, alle Masse in der Passform zum Daily Heavy. Wer lieber ohne Reissverschluss und in reiner Baumwolle unterwegs ist, findet im French Terry Hoodie Altstadt die Variante für milde Tage. Passt etwas nicht, kannst du es innert 30 Tagen nach Erhalt zurückgeben, auch nach dem Anprobieren.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Sweatjacke und Zip Hoodie?
Meist keiner. Beides ist eine Jacke aus Sweatstoff. Beim Zip Hoodie steckt der Reissverschluss schon im Namen, eine Sweatjacke gibt es auch mit Druckknöpfen. Der Zip Hoodie hat immer eine Kapuze, die Sweatjacke nicht zwingend.
Soll ich einen Zip Hoodie eine Grösse grösser kaufen?
Nur wenn dir die Jacke rundum zu knapp ist. Eine Grösse mehr bringt beim Daily Heavy flach gemessen 2 cm Breite, 2 bis 3 cm Länge und 1.5 cm Ärmel. Miss eine Jacke nach, die dir passt, und vergleiche alle drei Masse.
Mein Reissverschluss geht unten wieder auf: Muss die Jacke weg?
Nicht unbedingt. Laut YKK kann Abrieb einen Reissverschluss aufspringen lassen, und bei manchen Modellen lässt sich der Schieber ersetzen. Eine Schneiderei kann dir sagen, ob sich eine Reparatur bei deiner Jacke lohnt.
Meine Sweatjacke fusselt innen: Was tun?
GINETEX rät, vor jeder Wäsche Reissverschlüsse zu schliessen und Kleidung auf links zu drehen. Was gezielt gegen Knötchen hilft und wie du sie entfernst, steht im Guide zum Fusseln bei Hoodies.
Ist ein Zip Hoodie aus 100% Baumwolle besser als einer mit Polyester?
Nicht pauschal. Baumwolle nimmt deutlich mehr Feuchtigkeit auf als Polyester. Beim Pilling zeigen die Studien kein einheitliches Bild, und die Verarbeitung macht dort viel aus.



